
Das Landshuter Umweltzentrum e.V. und die Bürger für Landshut e.V. haben gemeinsam den Landshuter Klima- und Umweltpreis 2026 ausgerichtet. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung an der Hochschule Landshut wurden das Cineplex Vilsbiburg sowie das P-Seminar „Pimp a Bike“ des Gymnasiums Ergolding für ihr besonderes Engagement im Klima- und Umweltschutz ausgezeichnet. Beide Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.500 Euro.
Am 24. September 2026 wurde der Landshuter Klima- und Umweltpreis im Rahmen einer Feierstunde in der Mensa der Hochschule Landshut verliehen. Ausgerichtet wurde der diesjährige Wettbewerb vom Landshuter Umweltzentrum e.V. (LUZ) in Kooperation mit den Bürgern für Landshut e.V. (BfL).
Mit dieser Zusammenarbeit setzen sich beide Vereine gemeinsam dafür ein, beispielhaftes Engagement für Klima- und Umweltschutz in Stadt und Region Landshut sichtbar zu machen und zu würdigen. Der Preis richtet sich an Menschen, Vereine, Institutionen und Unternehmen, die mit konkreten Ideen und Projekten einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten.
Der Landshuter Klima- und Umweltpreis blickt dabei auf eine lange Tradition zurück: Seit 2006 werden Projekte ausgezeichnet, die zeigen, wie Klimaschutz, Umweltschutz und verantwortungsvolles Handeln vor Ort praktisch umgesetzt werden können. Gleichzeitig sollen die prämierten Projekte Anregung und Motivation für andere sein, selbst aktiv zu werden.
Zwei Preisträger beim Klima- und Umweltpreis 2026
Für den diesjährigen Preis wurden zahlreiche und sehr unterschiedliche Projekte eingereicht. Die unabhängige Jury bewertete die Bewerbungen anhand einheitlicher Kriterien. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, welchen konkreten Nutzen die Projekte für Klima, Umwelt und Menschen entfalten und in welchem Maß die entwickelten Ansätze umsetzbar und übertragbar sind.
Der Jury gehörten Matthias Groher, Leiter des Instituts Neue Mobilität in Sulzbach-Rosenberg, Dipl.-Ing. Ing.-Päd. M.Eng. Uwe Schreiner aus Minden sowie Dr.-Ing. Christian Dialer aus Emmering an.
Nach eingehender Begutachtung entschied sich die Jury für zwei Projekte, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie wirkungsvoller Klima- und Umweltschutz aussehen kann.
Cineplex Vilsbiburg: Konsequenter Weg zu mehr Energieautarkie
Ausgezeichnet wurde das Cineplex Vilsbiburg für die umfassende energetische und ökologische Weiterentwicklung des Kinobetriebs.
Durch eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen konnte der Betrieb seine energetische Autarkie auf rund 42 Prozent erhöhen. Dazu gehören unter anderem der Austausch des bisherigen Gasbrenners durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen, eine digitale und stufenlose Steuerung der Lüftungsanlage sowie der Einsatz moderner Laserprojektion.
Darüber hinaus wurden die Photovoltaikanlage erweitert, ein Batteriespeicher installiert und die Beleuchtung im Foyer auf LED-Technik umgestellt. Auch die Mobilität wurde in das Gesamtkonzept einbezogen: Die Firmenflotte wird elektrifiziert und durch entsprechende Ladeinfrastruktur ergänzt.
Das Projekt zeigt damit beispielhaft, wie auch ein energieintensiver Gewerbebetrieb durch die Kombination verschiedener technischer und organisatorischer Maßnahmen seinen Energieverbrauch und seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich reduzieren kann.
„Pimp a Bike“: Nachhaltigkeit trifft Kreativität und Heimatverbundenheit
Der zweite Landshuter Klima- und Umweltpreis 2026 ging an das P-Seminar „Pimp a Bike“ des Gymnasiums Ergolding.
15 Schülerinnen und Schüler machten sich unter Leitung ihrer Lehrerin Kathrin Schoßer daran, einem ausrangierten Tandem ein vollkommen neues Leben zu geben. Unterstützt wurde das Projekt von Claus Sterl von der MIPA SE.
Aus einem ursprünglich schrottreifen Fahrrad entstand während eines gesamten Schuljahres ein außergewöhnliches, mittelalterlich gestaltetes Tandem mit Ritterlanze. Die Schülerinnen und Schüler verbanden dabei den Gedanken der Wiederverwendung vorhandener Ressourcen mit Kreativität, handwerklicher Arbeit und einem starken Bezug zur Region und zur Landshuter Hochzeit.
Das fertige Tandem wurde unter anderem beim Landshuter Altstadtfest sowie in einem Schaufenster in der Landshuter Innenstadt präsentiert. Schließlich wurde das außergewöhnliche Fahrrad für 1.650 Euro zugunsten eines wohltätigen Zwecks versteigert.
Das Projekt überzeugte damit nicht nur durch den Gedanken des Upcyclings, sondern auch durch die Verbindung von Umweltbewusstsein, Bildung, handwerklicher Kreativität und gesellschaftlichem Engagement.
Klima- und Umweltschutz lebt vom Mitmachen
Die Preisverleihung machte zugleich deutlich, wofür der Landshuter Klima- und Umweltpreis seit seiner Gründung steht: Klima- und Umweltschutz entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und diese in die Tat umsetzen.
Grußworte zur Preisverleihung sprachen der Initiator des Umweltpreises Stadtrat Rudolf Schnur, Hochschulkanzler Dr. Johann Rist, der Dritte Bürgermeister der Stadt Landshut Hans-Peter Summer sowie Landrat Alfred Holzner.
Dabei wurde insbesondere die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements hervorgehoben. Der Klima- und Umweltpreis soll erfolgreiche Projekte nicht nur würdigen, sondern ihnen Öffentlichkeit verschaffen und andere Menschen, Vereine, Institutionen und Unternehmen dazu ermutigen, eigene Ideen für Klima- und Umweltschutz zu entwickeln.
Gemeinsam für den Landshuter Klima- und Umweltpreis
Die Ausrichtung des Landshuter Klima- und Umweltpreises 2026 erfolgte gemeinsam durch das Landshuter Umweltzentrum e.V. und die Bürger für Landshut e.V.
Mit der Kooperation bündeln die beiden gemeinnützigen Vereine ihr Engagement, um den Klima- und Umweltschutz in Landshut und der Region weiter zu stärken und insbesondere Projekte sichtbar zu machen, die durch Eigeninitiative, Kreativität und praktische Umsetzbarkeit überzeugen.
Die Organisation der diesjährigen Preisverleihung wurde federführend von den Vorsitzenden der Bürger für Landshut e.V., Cornelia Bauer und Stefanie Möller, übernommen. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von einem Duo der Städtischen Musikschule Landshut unter der Leitung von Peter Papritz.
Das Landshuter Umweltzentrum e.V. und die Bürger für Landshut e.V. gratulieren den Preisträgern des Landshuter Klima- und Umweltpreises 2026 und danken zugleich allen Bewerberinnen und Bewerbern, die mit ihren Projekten gezeigt haben, wie vielfältig und wirkungsvoll Klima- und Umweltschutz in unserer Region gelebt werden kann.


